Parasiten

Katzen sind sehr oft mit Bandwürmern befallen. Vor allem gute Mäusefänger leiden darunter, da die Maus Zwischenwirt des Bandwurms der Katze ist.
 
Beim Zusammenleben von Mensch und Tier können auf den Menschen Würmer übertragen werden mit unter Umständen fatalen Folgen für die menschliche Gesundheit. Auch für das Tier selbst können bei starkem Wurmbefall auch schwere Gesundheitsprobleme entstehen.

Übertragungsmodus

Würmer werden hauptsächlich durcvh die Fellpflege übertragen. Hunde und Katzen betreiben intensive Fellpflege, bei der auch der After mit einbezogen wird. Dadurch werden Kotreste mit der Zunge aufgenommen und über das ganze Fell verteilt. Das erklärt, warum sich im Fell der Katze regelmäßig Spulwurmeier nachweisen lassen.

Übertragungsbeispiele

Streicheln des Tieres: Fell-Hand-Mund

Das Tier leckt Hände: Tierzunge-Hand-Mund

Das Tier leckt das Gesicht (bes. bei Kleinkindern!): Tierzunge-Mund

Bei der Fütterung: wenn Fressgeschirr und Essgeschirr des Menschen nicht strikt getrennt werden

Die größte Übertragungsgefahr besteht für kleine Kinder bei mangelnder Aufsicht beim Zusammensein mit Hunde- oder Katzenwelpen. Welpen sind oft stark verwurmt, da sie  Spulwürmer schon mit der Muttermilch aufnehmen.

Grundsätzlich sollten Hunde und Katzen von Spielplätzen, insbesondere von Sandkästen für Kinder, ferngehalten werden.

Information zu den Würmern: Die Hauptprobleme werden von den Band- und Rundwürmern verursacht

Bandwürmer

Bandwürmer leben in einem sogenannten Entwirt (=EW) zum Beispiel Hunde und Katzen. Zur Fortpflanzung benötigen sie einen Zwischenwirt (=ZW). Uebliche Zwischenwirte sind Flöhe, Mäuse oder Wiederkäuer. Wird der Mensch zum Zwischenwirt wird er zum Fehlwirt (=FW) mit meist fatalen Folgen.

In der Hunde- und Katzenhaltung sind die bedeutsamsten Bandwürmer der Flohbandwurm (ZW=Flöhe) und der Mäusebandwurm(ZW=Mäuse). Seltenener, aber gefährlichsten für den Menschen sind der Fuchsbandwurm (ZW=Mäuse) und der dreigliedrige Bandwurm des Hundes (ZW=hauptsächlich Wiederkäuer).

Rundwürmer

Rundwürmer verpaaren sich im Darm von Hund und Katze und beginnen mit der Produktion von Eiern, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Die Eier können vom EW direkt wieder aufgenommen werden oder aber indirekt über einen ZW (z. B. Maus) der vom EW gefressen wird.

Wenn im Falle des Spulwurms an die Stelle des ZW der Mensch als FW Kotkontakt bekommt, dann können sich die Spulwürmer in Auge, Gehirn oder Leber ansiedeln und Probleme verursachen.

Grundsätzlich gilt, daß das Immunsystem von Kindern durch das Zusammenleben mit Hund oder Katze stimuliert wird und das Risiko von Allergien im erwachsenen Alter rduziert wird. Werden Kinder jedoch von Spulwurmlarven befallen, führt dies zu einem gegenteiligen Resultat. Die Kinder bekommen dann häufiger allergisches Asthma, Ekzeme und Folgekrankheiten.

Entwurmung

Kann man auf Grund einer parasitologische Kotuntersuchung, die negativ verläuft, auf eine Routineentwurmung verzichten? Wir meinen nein, weil eine Kotuntersuchung nur dann aussagekräftig ist, wenn sie zweimal im Abstand von vier Wochen erfolgt. Zur Sicherheit von Mensch und Tier sollte regelmäßig entwurmt werden.

Wegen der Verwurmung der Welpen durch die Muttermilch sollte die erste Entwurmung mit zwei Wochen stattfinden. Danach im dreiwöchigen Abstand, bis die Welpen drei Monate alt sind. Eine regelmäßige vierteljährliche Entwurmung ist empfehlenswert, besonders in Haushalten mit Kindern bzw. intensiven Tierkontakten. Man kann auch, ohne Schaden für Hund und Katze, monatlich entwurmen.

Es gibt gute Medikmente gegen die Würmer. Wir haben sie.

 

Umsetzung: mexan GmbH