Kastration Kätzin

Um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern werden Kätzinnen kastriert (unfruchtbar gemacht). Dabei werden ihnen unter Vollnarkose beide Eierstöcke, gegebenenfalls auch die Gebärmutter entfernt.

Oft können die neugeborenen Kätzchen nicht platziert werden und sie werden ins Tierheim gebracht. Im Tierheim Paradiesli warten viele solcher Geschöpfe auf einen Tierfreund, der sie aufnimmt.
Mit der Kastration können diese schwierigen Verhältnisse verhindert werden.

Vorteile:

  • kein Zuwachs ungewollter Kätzchen, für die man kein gutes Zuhause findet
  • keine Rolligkeitssymptome
  • keine oder deutlich weniger übelriechende Markierungen
  • geringeres Bedürfnis zu streunen
  • weniger Aggressionen
  • stärkere Menschenbezogenheit
  • kaum Risiko hormoneller Erkrankungen wie Zysten, Gesäugetumoren oder Gebärmutterentzündungen
  • deutlich geringeres Risiko der Infektion mit FeLV (=Leukose) oder FIV (=Immunschwäche) durch den Wegfall von Paarungsbissen und Katzenkämpfen
  • doppelt so hohe Lebenserwartung
  • Geburtenverminderung bei Katzen ist auch Vogelschutz

Keinen direkten Einfluss hat die Kastration auf das Gewicht Ihrer Katze. Bei einer ausgewogenen Ernährung behält Ihre Katze auch nach der Kastration ein gesundes Gewicht. Katzen mit Auslauf bleiben zudem auch nach der Kastration sehr gute Mäusefänger, falls sie schon vorher einen ausgeprägten Jagdtrieb hatten.

Wann soll die Kätzin kastriert werden?

Katzen werden in der Regel ab einem Alter von ca. 6 Monaten kastriert. Neuerdings werden Frühkastrationen ab 3 Monaten empfohlen. In ausgedehnten Studien konnten dabei keine Nachteile gefunden werden. Auch das Kastrieren einer trächtigen Katze ist im Frühstadium (bis 4 Wochen) noch möglich. Falls jemand eine Katzengeburt miterleben will, kann das Tier ca. 7 Wochen nach der Geburt operiert werden.

Gibt es Alternativen?

Für eine vorübergehende Geburtenregelung, ist der Einsatz von Hormontabletten (in der Regel 1 Tablette wöchentlich) eine Alternative zur Kastration.


Kastration Kater

Bei der  Kastartion des Katers werden beide Hoden (Keimdrüsen) unter Vollnarkose entfernt.

Warum sollte ein Kater kastriert werden?

Geschlechtsreife Tiere markieren ihr Territorium durch Harnspritzen an verschiedenen Stellen. Dabei entsteht ein ekelhaft penetranter Geruch, der insbesondere in den Wohnräumen sehr störend ist. Nicht kastrierte Kater sind oft tagelang unterwegs, wenn rollige Weibchen ihnen den Kopf verdrehen. Dabei kommt es nicht selten zu blutigen Auseinandersetzungen mit Rivalen. Eiterbeulen und Blutvergiftungen mit Fieber sind dann die Folge davon.

Die Lebenserwartung kastrierter Kater ist deutlich höheh als jene von nicht kastrierten Tieren. (Verkehrsunfälle, Revierkämpfe, Infektionen, etc.)

Gibt es auch Nachteile?

Es sind praktisch keine Nachteile bekannt. Oft wird die Gewichtszunahme nach der Operation nur der Kastration unterstellt. Mit einer angepassten Fütterung je nach Alter, Temperament und Bewegung kann das Gewicht jedoch günstig beeinflusst werden.
Harnsteine treten bei kastrierten Katern etwas häufiger auf als bei unkastrierten Tieren.

Wann sollte ein Kater kastriert werden?

Kater können ab ca. 5 Monaten kastriert werden, meistens jedoch bevor sie beginnen ihr Territorium zu markieren also mit ca 6-7 Monaten.  Auch ältere Tiere können problemlos noch operiert werden.

  • Mindestens 12 Stunden vor der Operation kein Futter verabreichen
  • Wasser kann noch zur Verfügung stehen
  • Kater frühestens ein Tag nach der Operation nach draussen lassen und
  • auch erst dann wieder füttern

Meistens wird Ihr Kater durch die Kastration anhänglicher und häuslicher und ist weniger Gefahren ausgesetzt. 

Umsetzung: mexan GmbH